Hypochondrie – eine moderne Behandlungsperspektive

Prof. Dr. Florian Weck,

26.Oktober 2017

Prof. Dr. Florian Weck, Universität Potsdam


Die Hypochondrie (Krankheitsangststörung) ist gekennzeichnet durch Ängste vor ernsthaften körperlichen Krankheiten (z.B. Krebs). Sie wird der Gruppe der Somatoformen Störungen/Somatischen Belastungsstörungen zugeordnet, weist jedoch viele Gemeinsamkeiten mit Angststörungen auf. Lange Zeit galt die Hypochondrie als schwer behandelbar. In der Vergangenheit wurden vielfältige therapeutische Ansätze zur Behandlung der Hypochondrie entwickelt. Psychoedukation, kognitive Umstrukturierung und Entspannungsverfahren zeigten sich beispielsweise effektiv. Exposition wird eher selten zur Behandlung eingesetzt, könnte aufgrund der Nähe zu den Angststörungen jedoch vielversprechend sein. Im Rahmen des Vortrags sollen Merkmale der Hypochondrie herausgearbeitet werden und Faktoren identifiziertwerden, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung beitragen. Bezüglich der Therapie wird insbesondere darauf eingegangen, in welcher Weise Expositionstechniken bei Patienten mit ausgeprägten Krankheitsängsten sinnvoll eingesetzt werden können. Zudem werden Ergebnisse zur Wirksamkeit von Expositionstherapie bei Hypochondrie vorgestellt.