Psychotherapie-Ambulanz

Die psychotherapeutische Hochschulambulanz ist Teil des Lehrstuhls für Klinische Psychologie des Fachbereichs Psychologie an der Universität Konstanz.

In unserer Ambulanz werden verhaltenstherapeutisch orientierte Behandlungen spezifischer psychischer Störungen durchgeführt. Als Hochschulambulanz sind wir im Rahmen von  Forschung und Lehre zur psychotherapeutischen Behandlung von Patienten mit psychischen Störungen ermächtigt. Alle Therapeuten sind Diplom- bzw. Master-PsychologInnen mit fortgeschrittener bzw. abgeschlossener psychotherapeutischer Ausbildung in Verhaltenstherapie. Es besteht eine Kooperation mit der Tübinger Akademie für Verhaltenstherapie (TAVT), dem Ausbildungszentrum für Psychotherapie Bodensee (apb) und dem Zentrum für Psychotherapie Stuttgart (SZVT). Die Supervision liegt in Händen eines erfahrenen Supervisorenteams.

Wer kann behandelt werden?

Unser Angebot richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren unabhängig vom Versicherungsstatus (Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen, Privat-Versicherte und Selbstzahler). Wir bieten verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapien im Einzel- und im Gruppensetting (z.B. Soziales Kompetenztraining) an. Schwerpunkte unserer Arbeit sind

  • Angststörungen (z.B. Panikstörung, soziale Ängste, Phobien, Prüfungsangst)
  • Affektive Störungen (z.B. Depression)
  • Zwangsstörungen
  • Essstörungen (z.B. Magersucht, Bulimie)
  • Somatoforme Störungen (z.B. Krankheitsangst, chronische Schmerzen)
  • Posttraumatische Störungen
  • Substanzbezogene Störungen (z.B. Alkoholabhängigkeit)
  • Psychotische Störungen

Was heißt Verhaltenstherapie?

Ziel der Verhaltenstherapie ist die Veränderung von Erleben und Verhalten durch neue Lernerfahrungen. Die Bearbeitung und Analyse schwieriger Situationen und der Aufbau von Verhaltensalternativen stellen einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung dar (z.B. Hausaufgaben, Rollenspiele, etc.). Der Fokus der Behandlung liegt vorwiegend auf aktuellem Erleben und Verhalten, beinhaltet aber auch den Einbezug lebensgeschichtlicher Erfahrungen.

Wie sieht eine Behandlung aus und wo findet sie statt?

Zunächst findet ein Erstgespräch statt, bei welchem bestehende Beschwerden eingeordnet werden und eine Aufklärung über das Therapieprozedere erfolgt. Nach den probatorischen Sitzungen, die zur Einleitung der Therapie dienen, wird mit Ihrem Einverständnis die Kostenübernahme der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse beantragt. Die ambulante Psychotherapie wird  in der Regel als Einzeltherapie in wöchentlichen Sitzungen von 50 Minuten durchgeführt. Die Behandlung findet in den Räumen der psychotherapeutischen Hochschulambulanz im Z-Gebäude an der Universität Konstanz statt. In Gebäude Z befinden sich auf Ebene 9 die Therapieräume und das Sekretariat (Z 909 - Z 912).

Weitere Informationen

Die psychotherapeutische Hochschulambulanz ist eine Lehr- und Forschungsambulanz, die von der Universität Konstanz eingerichtet wurde. Neben der verhaltenstherapeutischen Behandlung von PatientInnen mit psychischen Beschwerden hat die Ambulanz einen Lehr- und Forschungsauftrag. Qualitätssicherung und Ergebniskontrolle unserer Behandlungen sowie der Einbezug neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Therapien haben für uns einen hohen Stellenwert. Hierzu werden regelmäßig Studien durchgeführt. Des Weiteren soll Studierenden der Psychologie die Möglichkeit gegeben werden, Behandlungsverfahren und –verläufe kennen zu lernen. Die PatientInnen können daher gelegentlich um ihr Einverständnis gebeten werden, im Rahmen anonymisierter Untersuchungen oder in ausgewählten Lehrveranstaltungen über ihre Beschwerden und ihre Behandlung zu berichten.