Psychotherapie-Ambulanz

 

Aktueller Hinweis:

Nach einigen Monaten, in denen wir kapazitätsbedingt keine weiteren Anmeldungen für Psychotherapie entgegennehmen konnten, öffnen wir unsere Warteliste wieder zum 1.5.2022. Nach Anmeldung müssen Sie mit ca. einigen Wochen bis zu einem Erstgespräch rechnen, in dem wir Ihren Hilfebedarf persönlich abklären. Wir bitten um Kontaktaufnahme über Email (siehe blauer Kasten).

Die psychotherapeutische Hochschulambulanz ist Teil des Lehrstuhls für Klinische Psychologie des Fachbereichs Psychologie an der Universität Konstanz. Leiterin der Hochschulambulanz ist die Lehrstuhlinhaberin Frau Prof. Dr. Daniela Mier, die Geschäftsführung hat Dr. Michael Odenwald.

In unserer Ambulanz werden im Rahmen von Forschung und Lehre verhaltenstherapeutisch orientierte Behandlungen psychischer Störungen durchgeführt. Als Hochschulambulanz sind wir zu Forschungs- und Lehrzwecken zur psychotherapeutischen Behandlung von PatientInnen mit psychischen Störungen ermächtigt. Alle TherapeutInnen sind Diplom- bzw. Master-PsychologInnen mit fortgeschrittener bzw. abgeschlossener psychotherapeutischer Ausbildung in Verhaltenstherapie. Es besteht eine Kooperation mit der Tübinger Akademie für Verhaltenstherapie (TAVT), dem Ausbildungszentrum für Psychotherapie Bodensee (apb) und dem Zentrum für Psychotherapie Stuttgart (SZVT). Die Supervision liegt in Händen eines erfahrenen Supervisorenteams.

Wer kann behandelt werden?

Unser psychotherapeutisches Angebot richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, die bereit sind an Forschung und Lehre teilzunehmen. Die Abrechnung der Psychotherapie erfolgt auf die im Gesundheitssystem üblichen Arten (gesetzliche Krankenkassen, Privat-Versicherungen und Selbstzahler). Wir bieten verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapien im Einzel- und im Gruppensetting (z.B. Soziales Kompetenztraining) an. Schwerpunkte unserer Arbeit sind

  • Somatoforme Störungen (z.B. Krankheitsangst, chronische Schmerzen)
  • Psychotische Störungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Angststörungen (z.B. Panikstörung, soziale Ängste, Phobien, Prüfungsangst)
  • Affektive Störungen (z.B. Depression)
  • Zwangsstörungen
  • Essstörungen (z.B. Magersucht, Bulimie)
  • Substanzbezogene Störungen (z.B. Alkoholabhängigkeit).

Was heißt Verhaltenstherapie?

Ziel der Verhaltenstherapie ist die Veränderung von Erleben und Verhalten durch neue Lernerfahrungen. Die Bearbeitung und Analyse schwieriger Situationen und der Aufbau von Verhaltensalternativen, Kompetenzen und neuen Sichtweisen stellen wesentliche Bestandteile der Behandlung dar (z.B. durch Hausaufgaben, Rollenspiele, etc.). Der Fokus der Behandlung liegt vorwiegend auf aktuellem Erleben und Verhalten, beinhaltet aber auch den Einbezug lebensgeschichtlicher Erfahrungen.

Wie sieht eine Behandlung aus und wo findet sie statt?

Zunächst findet ein Erstgespräch statt, in welchem bestehende Beschwerden eingeordnet und die Indikation für eine Psychotherapie beurteilt werden sowie eine Aufklärung über das Therapieprozedere und Information über laufenden Studien an der Hochschulambulanz erfolgt. Kommt eine Therapie bei uns für Sie in Frage, bekommen Sie einen Therapieplatz zugeteilt, sobald wir Kapazitäten frei haben. Nach den probatorischen Sitzungen, die zur Einleitung der Therapie dienen, wird mit Ihrer Einwilligung die Kostenübernahme der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse beantragt. Die ambulante Psychotherapie wird in der Regel als Einzeltherapie in wöchentlichen Sitzungen von 50 Minuten durchgeführt. Gruppentherapieangebote können zusätzlich wahrgenommen werden.

Informationen zu Forschung und Lehre

Die psychotherapeutische Hochschulambulanz ist eine Lehr- und Forschungsambulanz, die von der Universität Konstanz eingerichtet wurde. Qualitätssicherung und Ergebniskontrolle unserer Behandlungen, der Einbezug neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Therapien sowie deren Weiterentwicklung haben für uns einen hohen Stellenwert. Deshalb nehmen all unsere PatientInnen an der Forschung teil. Des weiteren werden Studierende der Psychologie in unsere Behandlungsverfahren und –verläufe involviert. Dies beinhaltet das Nutzen von Forschungsdaten zu Lehrzwecken, die Teilnahme der PatientInnen an Lehrveranstaltungen, in welchen über Beschwerden und Behandlung berichtet wird sowie die Möglichkeit, bestimmte Therapieelemente mit Studierenden unter Supervision des Therapeuten durchzuführen (z.B. gemeinsame Übungen zwischen den Sitzungen)